Die 5 schlimmsten Fehler im Video-Marketing, die du vermeiden musst

Videos sollten in aktuellen Marketing-Strategien auf keinen Fall fehlen. Denn für die Kundengewinnung sind sie inzwischen von entscheidender Bedeutung: Studien zufolge kaufen mehr als 60 Prozent aller Nutzer ein Produkt, sofern sie vorher ein Video darüber gesehen haben.

Umso wichtiger ist es, nicht einfach drauflos zu filmen, sondern ein gut durchdachtes Video zu produzieren. Welche Fehler es dabei unbedingt zu vermeiden gilt, verrät dieser Artikel!

1. Fehler: Video zu werblich gestalten

Ein Fehler, den viele Unternehmen begehen, besteht darin, das Video zu einer reinen Werbekampagne zu inszenieren. User möchten entweder gut unterhalten werden oder komplizierte Sachverhalte einfach erklärt bekommen. Was sie nicht wollen, ist, Werbung anzusehen. Deshalb ist es wichtig, mit dem publizierten Video unbedingt einen Mehrwert zu generieren – entweder in Form von Unterhaltung oder Wissensvermittlung. Storytelling heißt hier das Zauberwort

2. Keinen strategischen Nutzen herausziehen

Zwar soll das Video nicht wie reines Werbematerial wirken, muss aber dennoch ein Ziel verfolgen. Soll es Reichweite generieren oder Klicks steigern? Ein gelungenes Beispiel, wie strategisches Video-Marketing funktioniert, präsentierte Edeka mit seinem „Super Geil“-Spot. Dieser ist eng mit den Filialen von Edeka verknüpft, aber dennoch gut auf die Zielgruppe abgestimmt. Zudem bietet das Stichwort auch in den zielgruppenrelevanten Social-Media-Kanälen Wiedererkennungswert.

3. Zu kurzes oder zu langes Video

Der nachfolgende Punkt – die richtige Länge – ist zugegebenermaßen nicht immer einfach abzuschätzen. Dennoch schrecken zu lange Clips, die sich eine gefühlte Ewigkeit hinziehen, die User eher ab. Zu kurze Spots transportieren hingegen oft nicht die notwendigen Informationen und sind daher nur selten zielführend. Allgemein dauern die auf YouTube veröffentlichten Videos durchschnittlich 2 Minuten. Ein zwischen einer und zwei Minuten langes Video schauen  immerhin drei Viertel der Nutzer vollständig an, bei über zweiminütigen Videos verringert sich der Anteil auf 60 Prozent.

Bei diesen Zahlen handelt es sich allerdings nur um Richtwerte. Ein Unternehmen sollte sich unbedingt ausreichend Zeit nehmen, um die eigene Botschaft klar zu übermitteln.

4. Zu viele Informationen in zu kurzer Zeit

Ebenso schlimm, wie zu wenig Informationen zu liefern, ist das Gegenteil: Eine Fülle neuer Eindrücke, die der Nutzer so schnell nicht zu verarbeiten weiß. Das führt schlussendlich nur dazu, dass Nutzer verwirrt sind, gedanklich abschalten oder das entsprechende Video am Ende gar nicht vollständig ansehen. Besser: Lediglich wirklich wichtige „Kernaussagen“ einbauen und mit Illustrationen und Bildern verbinden. Auch schwierige Konzepte lassen sich mit visuellen Elementen anschaulicher erklären. Zum Schluss lohnt es sich, ein abschließendes Fazit sowie eine direkte oder indirekte Call-to-action  (Handlungsaufforderung) einzubauen.

5. Die Produktabsicht ist nicht ersichtlich

Ein ebenso schlimmer Fehler ist, zwar ein unterhaltsames Video zu drehen, aber keinen Bezug zum Produkt herzustellen. Hier hilft es, vorab die Bedürfnisse der Zielgruppe genau unter die Lupe zu nehmen. Welche Probleme, Wünsche und Ängste hat die Zielgruppe und wie lassen sich diese mit dem Produkt lösen? Hier kann es auch helfen, eine Keywordanalyse durchzuführen, um relevante Inhalte herauszufinden.

Fazit: Video-Marketing ist nicht immer einfach

Summarum gibt es beim Video Marketing viel zu beachten. Neben den genannten vermeidbaren Fehlern ist es wichtig, einen eigenen Stil zu finden. Auch das „richtige“ Verhältnis zwischen (subtiler) Werbung und Content ist wichtig. Als grobe Orientierung fahren Unternehmen gut, deren Videos zu 80 Prozent Content und zu 20 Prozent Werbung aufweisen.

Darüber hinaus ist es wichtig, keinesfalls mit einem leeren Channel ins Video-Marketing zu starten. Denn schon vor dem ersten publizierten Video gilt es, dem eigenen Kanal Leben einzuhauchen – mit Grafiken, einem einprägsamen Channel-Namen oder verlinkten Kanälen. Insgesamt handelt es sich beim Video-Marketing um einen Prozess, der langsam an Fahrt aufnimmt: Demzufolge ist es wichtig, lediglich Videos mit Mehrwert zu veröffentlichen, im Dialog mit der Zielgruppe zu bleiben und die Inhalte gut auszuarbeiten. Wenn der eigene YouTube-Kanal keiner Dauerwerbesendung gleicht, sondern spannende und unterhaltsame Inhalte liefert, kommen die Follower der Bewegtbild-Aktivitäten von selbst!

Geschrieben von Kerstin Schmidt
Content Managerin und erfahrene Ghostwriterin bei Hausarbeit-Agentur