Mehr YouTube Watchtime: Wiedergabezeit deiner Videos verbessern

Zuletzt aktualisiert am 17. September 2021 von

Die Watchtime (Wiedergabezeit / Wiedergabedauer) ist einer der wichtigsten Ranking-Faktoren für die YouTube Suche. Außerdem zeit der Algorithmus Videos mit langer Watchtime bevorzugt bei den Videovorschlägen und auf der Startseite an.

Für YouTube ist wahrscheinlich das Wichtigste überhaupt, dass die Leute möglichst viel Zeit auf der Plattform verbringen.

Wenn du Videos mit langer Wiedergabezeit erstellen kannst, dann ist der Algorithmus dein Freund. Was du im Folgenden erfahren wirst, sind deshalb die wahrscheinlich wichtigsten Stellschrauben, die über Erfolg oder Misserfolg deines YouTube Kanals entscheiden.

YouTube Wiedergabezeit erhöhen

Um die Wiedergabezeit zu erhöhen, solltest du folgende Parameter verbessern.

Videolänge

Wenn du deine Watchtime eröhen willst, dann solltest du wesentlich stärker auf die absolute Wiedergabezeit und weniger auf die prozentuale Wiedergabezeit deiner Videos achten. Je länger Videos sind, um so kürzer ist deren prozentuale Watchtime. Aber die absolute Watchtime ist bei längeren Videos meistens höher.

Beispiel

  • Video A
    Dauer: 5 min
    Prozentuale Watchtime: 50%
    Absolute Watchtime: 2:30 min
  • Video B
    Dauer: 20 min
    Prozentuale Watchtime: 20%
    Absolute Watchtime: 4 min

Ranking-Ergebnis
Video B wird bessere YouTube Rankings bekommen als Video A.

Was unterm Strich zählt, ist also die absolute Watchtime. Dennoch sollte auch die prozentuale Watchtime möglichst lang sein. Denn dadurch hast du zum Beispiel die Chance, dass mehr Zuschauer bis zur Endcard deines Videos gelangen.

Wenn du es es am Ende vom Video schaffst, dass sich die Zuschauer ein weiteres deiner Videos ansehen, dann wird das der gesamten Watchtime deines Kanals einen starken Boost geben. Denn mit mehreren Videoaufrufen pro Zuschauer übersteigt bei diesen Leuten die Session-Watchtime die Länge des Videos, das ist der Optimalfall.

Playlists: Content Serien

Hier ist der Ansatz: Erreiche mehr Video-Aufrufe pro Zuschauer! Neben der Watchtime pro Video solltest du ebenfalls die “Session-Time” verbessern. Dies ist die gesamte Watchtime aller Videos, die deine Zuschauer sich nacheinander ansehen. Eine clevere YouTube-Strategie ist deshalb, Videos so zu produzieren, dass es für die Zuschauer Sinn macht, diese Videos in Serie anzusehen.

Warum du mit Playlists so extrem deine Watchtime verbessern kannst, hat folgenden Grund. Die Zuschauer, die sich eines deiner Videos bis zum Ende ansehen, sind ja schon die diejenigen, die die durchschnittliche Watchtime dieses Videos vebessern. Wenn du genau diese Leute mit internen Video-Verlinkungen, Endcards oder Playlists dazu bringen kannst, ein weiteres deiner Videos anzusehen, dann werden diese Zuschauer aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch in weiteren deiner Videos zur Verbesserung der Wiedergabedauer beitragen.

Wiedergabezeit verbessern mit Playlists

Im Idealfall löst du mit deinem Video ein Problem A deiner Zuschauer, sensibilisierst die Zuschauer aber schon währenddessen für Problem B, vor dem sie stehen werden, wenn sie Problem A gelöst haben und verweist am Ende deines Videos auf ein weiteres Video von dir, das die Lösung für Problem B anbietet.

Schlecht für die durchschnittliche Anzahl von Aufrufen pro Zuschauer ist, wenn dein Kanal nicht auf eine bestimmte Zielgruppe und nicht auf eine klare Art von Mehrwert (Nutzen/Unterhaltung/Emotionen) fokussiert ist. Je fokussierter deine Inhalte sind, um so wahrscheinlicher ist es, dass ein Zuschauer von einem deiner Videos sich auch für weitere deiner Videos interessieren wird.

Endcards

Endcards sind eine sehr effiziente, aber von den meisten massiv unterschätze Geheimwaffe zum Erhöhen deiner Wiedergabezeit. Sie bieten den wertvollen Nebeneffekt, dass sie deine Zuschauerbindung verbessern und dein Kanal damit mehr Abonnenten und deine Videos damit wiederum mehr Views bekommen werden.

Warum rocken Endcards dermaßen?

Weil du damit gezielt die Zuschauer in dein Universum ziehst, die deine Videos sowieso schon feiern. Um deine Encards zu sehen muss man sich ja deine Videos komplett ansehen. Selbst wenn nur ein kleiner Teil der Zuschauer ein Video bis zum Ende anschaut, dann sind dies genau deine größten Fans. Und die gilt es zum Weiterschauen zu animieren.

Für den YouTube Algorithmus gibt es nicht schöneres als wenn dein Kanal eine starke Zuschauerbindung hat und sich die Leute deshalb deine Videos lange ansehen. Genau das erreichst du am effizientesten mit den Zuschauern, die deine Videos bis zum Ende ansehen.

Wenn du jetzt denkst “Ach, wegen den paar Leutchen mache ich mir nicht die Mühe, meine Endcards zu optimieren. Des lohnt sich doch nimmer.“, dann denkt sich der YouTube Algorithmus “Wenn die Zuschauerbindung bei dem Kanal schon im kleinen nicht funktioniert, dann funktioniert sie im großen ganz sicher nicht.” (was ja auch stimmt).

Aber du begehst dabei eine Denkfehler.

Du gehst zwar recht in der Annahme, dass die Verwendung von Endcards wengen den paar Leutchen sehr mühselig ist. Allerdings, wenn du mit diesen Leutchen im Kleinen eine starke Performance erreichst, dann begibt sich der (nach Watchtime gierige) YouTube Algorithmus auf die Suche nach weiteren Leutchen solcher Art und schlägt ihnen deine Videos vor. Abhängig von den Watchtime dieser weiteren Leutchen schlägt der Algorithmus dann noch mehr Leutchen vor, die den weiteren Leutchen ähnlich sind. Und so schaukeln sich die Dinge immer weiter hoch oder halt auch nicht.

Es ist zwar schon so, dass der schlaue Algorithmus alleine (halbweg gut) herausfinden kann, auf welche Videos die Zuschauer mit hoher Wahrscheinlichkeit klicken werden nachdem sich sich dein Video angesehen haben. Aber: Der Algorithmus kann nicht alle Videos, die es auf YouTube gibt, allen Zuschauern deines Videos vorschlagen. Er hat zwar Statistiken, welche Videos in der Vergangenheit nach Ansehen deines Videos am häufigsten angeklickt wurden. Aber er weiß nicht, ob andere Videos noch bessere Klickraten bekämen, die er bisher noch nie vorgeschlagen hat. Er kann nur eine begrenze Anzahl von Videos vorschlagen bzw. in Betracht ziehen. Wenn du jetzt in deiner Endcard Videos clever und mit Bedacht platzierst, dann bringst du damit eigene Videos ins Spiel, die der Algorithmus zum Vorschlagen in Betracht zieht.

Hier kannst du sehen, dass es Sinn macht, eigene Videos in der Endcard einzubinden. Diese müssen natürlich passen. Bei (1) siehst du, dass die von mir ausgewählten Videos mit höherer Wahrscheinlichkeit in der Endcard angeklickt werden als die vom Algorithmus ausgewählten (2) Videos.

Das bedeutet: Es ist nicht so schwer, in der Endcard bessere Videovorschläge zu machen als der Algorithmus. Das ist auch kein Wunder, weil wir Menschen Verstand haben und der Algorithmus nur statistisch testen kann, was aber an dieser Stelle nicht gut funktioniert, weil er er mit der Anzahl deiner bis zum Ende angesehenen Video-Views nur begrenzt viele Daten hat.

Playlists promoten

Auch zum Promoten deiner Playlists eignen sich Endcards super. Ist ein Zuschauer erst mal in einer deiner Playlists gelandet, in der er sich eines deiner Videos nach dem anderen ansieht, dann geht die Watchtime natürlich durch die Decke.

Binge viewing sessions

Binge viewing sessions entstehen, wenn ein neuer Zuschauer eines deiner Videos anschaut, der Algorithmus ihm anschließend mit weiteren Videos von dir hinterher rennt (Vorschläge macht) und der User darauf ein Video nach dem anderen von dir anschaut.

Damit auf deinem Kanal Binge viewing sessions entstehen können, sollte dein Kanal möglichst “binge-viewable” sein.

Wie mache ich meinen Kanal binge-viewable?
  • Fokussierung auf Bedarfsgruppe
    Je fokussierter deine Videos die Wünsche, Träume, Ziele, Probleme und Sorgen einer ganz spezifischen Personengruppe behandeln, um so wahrscheinlicher ist es, dass jemandem weitere Videos von dir gefallen, wenn ihm eines deiner Videos gefällt.
    Je breiter dein Kanal aufgestellt ist, um so unwahrscheinlicher ist es, dass Leute in kurzer Zeit immer tiefer in die tiefsten Tiefen deiner Realtität gezogen werden. Dabei kannst du durchaus viele verschiedene Themen behandeln. Wichtig ist nur, dass diese Themen alle für deine eine Zielperson relavant sind. Fokussierung auf einen Themenbereich ist zwar schon nicht schlecht. Fokussierung auf eine Bedarfsgruppe bringt dir aber noch viel mehr.
  • 3-Video-Serien
    Serien aus drei Videos sind ein guter Anfang, Binge viewing sessions für deinen Kanal zu generieren. Die Technik funktioniert so, dass du ein Thema aus drei Perspektiven behandelst. Für jede Perspektive erstellst du ein Video. Am Ende jedes Videos erwähnst du kurz die beiden anderen Videos und was sie deinem Zuschauer bringen. Binde beim Hochladen der Videos jeweils eine Endcard ein, in der du die beiden anderen Videos einbindest.
  • Viele Videos haben
    Je mehr Videos es auf deinem Kanal gibt, um so eher können Binge viewing sessions entstehen. Oft entstehen diese Sessions deshalb bei größeren, älteren Kanälen. Die Chance für kleine Kanäle liegt deshalb in der Spezialisierung. Wenn du zB nur fünf Videos hast und darin Themen behandelst, die für fünf verschiedene Personengruppen interessant sind, dann ist für jeden Zuschauer maximal ein Video interessant. So wird das nichts. Aber was passiert, wenn du dich stattdessen auf eine einzige Bedarfsgruppe spezialisierst, sodass deine Videos alle fünf ganz klar für diese eine Bedarfsgruppe erstellt worden?
    Durch Fokussierung auf eine Bedarfsgruppe kannst du mit fünf Videos wirkungsvoller Binge viewing sessions generieren als ein Allerlei-Themen-Kanal mit 500 Videos. Bei dem Allerlei-Themen-Kanal müssen die Zuschauer die für sie passenden Videos erst mal finden. Sie müssen vor jedem Video überlegen, ob das Video überhaupt für sie relevant ist oder nicht. Diese Überlegungen verursachen Reibung und Unsicherheit. Dadurch flutscht die Bing viewing session nicht mehr so richtig. Die Zuschauer erwachen aus der Trance und wägen Alternativen ab, bei denen der nächste Dopaminkick einfacher erreichbar ist.
  • Leicht konsumierbar
    Auf YouTube funktionieren vor allem Videos gut, die für die Zuschauer super einfach zu verstehen sind und wo so wenig wie möglich vorausgesetzt wird (möglichst wenig Vorwissen, Besitztümer, Fähigkeiten). Außerdem funktionieren Videos besonders gut, bei denen sich die Zuschauer zurücklehnen und die Show genießen können. Bei Lernvideos bedeutet das: So lange du Sachen zeigst, erklärst und vormachst, ist alles schön und gut. Aber wenn du die Zuschauer zum Mitmachen aufforderst, dann steht dieses Mitmachen im Konflikt damit, im Anschluss an das Video direkt das nächste anzusehen.
    Bei Lernvideos ist deshalb ideal, wenn du mehrere Videos zu ergänzenden Themen hast. Ideal ist, wenn jedes Video als Einzelvideo gut funktioniert und ein Problem der Zuschauer löst, wenn aber das Gelernte noch wertvoller wird, wenn man zusätzlich den anderen Aspekt kennt, der in einem anderen deiner Videos behandelt wird.
    Beispiel:
    – Personal Trainer betreibt Fitness-Kanal
    – Tutorial Video A: Anatomie des Latissimus dorsi (Muskel)
    – Tutorial Video B: Meine Top 5 Übungen zum Trainieren des Latissimus dorsi
    – Tutorial Video C: Zusammenspiel von Latissimus dorsi und Deltamuskel (Gegenspieler)
    – Tutorial Video D: Optimale Regeneration des Latissimus dorsi
    – Tutorial Video E: Meine Top 5 Dehnübungen für den Latissimus dorsi
    Das Beispiel zeigt: Jedes eizelne Video funktioniert für sich alleine. Aber jedes weitere Video erklärt zusätzliche Aspekte. Keines der Videos setzt die Kenntnis eines anderen Videos voraus. Wenn du deine Videos auf diese Art aufbaust, dann werden die Zuschauer deine Videos liken, deinen Kanal abonnieren, sich ein Video nach dem anderen ansehen, YouTube wird weitere Leute suchen, die deinen Abonnenten ähnlich sind und die Watchtime deines Kanals wird durch die Decke gehen.
  • Kurze Videos
    Zum Maximieren der Watchtime ist die Länge deiner Videos zwar egal. Aber für Binge viewing sessions eignen sich kurze Videos besser. Kurze Videos sind verlockender, “noch kurz” anzuschauen als lange Videos.
Was eignet sich schlecht für Binge viewing sessions?
  • Mehrteilige Tutorials
    Tutorial Videos, bei denen die Zuschauer selbst etwas umsetzen müssen, eignen sich nicht so gut für Binge viewing sessions. Vor allem dann, wenn verschiedene Tutorial aufeinander aufbauen, eignet es sich besser, diese Videos als Videokurs zu verkaufen anstatt sie auf YouTube kostenlos zu veröffentlichen. Bei aufeinander aufbauenden Tutorials ist nur das erste Tutorial für viele Abonnenten und neue Zuschauer interessant. Weiterführende Folge-Tutorials sind nur noch für die Zuschauer des ersten Tutorial interessant (also nur noch für einen Bruchteil der Leute, die oft deinen Kanal sowieso schon nach dem ersten Video abonniert haben). Mehrteilige Tutorials bringen deinem Kanal desahalb wenige neue Abonnenten, wenige Views, wenige Klicks und damit auch wenig Watchtime.
  • Lösungen für spezifische (abgeschlossene) Probleme
    Leute klicken weg, sobald ihr Problem gelöst ist.

Die richtigen Zuschauer haben

Es klingt banal. Aber die wenigsten halten sich dran.

Wenn sich die richtigen Zuschauer dein Video ansehen, dann ist die Wiedergabezeit besser und deine Videos werden mehr Klicks bekommen.

  • Vermeide Kauf oder Tauschgeschäfte wie Abo für Abo, Klick für Klick, View für View
    All diese Tricks boosten kurzfristig deine Vanity Metrics (Abos, Klicks, Watchtime). Aber sie schaden langfristig deinem Kanal, weil du damit Leute auf deinen Kanal lockst, die sich nicht für dessen Inhalte interessieren. Bei deinen zukünfitg veröffentlichten Videos wird der YouTube Algorithmus genau diesen Leuten das neue Video vorschlagen. Warum? Weil er in seiner Datenbank sieht, dass diese Leute in der Vergangenheit sehr positiv auf deine Videos reagiert haben. Er betrachtet deshalb diese Leute als deine größten Fans. Und weil bei den größten Fans die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass ihnen die neuen Video am besten gefallen, werden deine Videos anfangs (testweise) an diese Zielgruppe ausgespielt. Wenn diese Leute dann aber nicht positiv auf deine neuen Videos reagieren, was soll der Algorithmus dann denken? Er denkt dann: “Wenn die Videos selbst den größten Fans des Kanals nicht gefallen, dann können sie nicht besonders gut sein.” Und Videos, die nicht besonders gut sind, schlägt der Algorithmus nicht besonders gerne weiteren Leuten vor. Dein Video versackt in der Unsichtbarkeit. Während der Algorithmus jedem gewöhnlichen Video in den ersten 24 Stunden mehr Views gibt, damit er Daten sammeln kann, bekommt dein Video diese Chance nicht mehr, denn der Algorithmus hat ja schon seine Daten gesammelt. Und zwar bei deinen “größten Fans”. Wer in der Vergangenheit Schrott geboostet hat, bezahlt dies an dieser Stelle sehr teuer mit reduzierter Reichweite seiner neuen Videos.
    So machst du es besser: Fokussiere dich auf eine Zielgruppe. Du hast es dann besonders einfach, treue Fans aufzubauen. Wenn deine Videos gut für deine Abonnenten funktionieren, dann wird der Algorithmus deine YouTube Rankings verbessern um deine Videos weiteren Leuten vorzuschlagen, die ein ähnliche Muster wie deinen treuen Fans haben.
  • Vermeide Clickbait
    Grundsätzlich ist eine hohe Klickrate sehr förderlich, um für deine Videos mehr Views, mehr Klicks und damit insgesamt mehr Watchtime zu bekommen. Aber im Fall von Clickbait wird dieser Bogen überspannt durch Falschbehauptungen, starkes Übertreiben oder Irreführung in Titeln und Thumbnails. Bei Clickbaits werden in Titeln oder Thumbnails Versprechungen gemacht (oder suggeriert), die im Video nicht eingehalten werden. Das können bspw. auch stark übertriebene Emotionen sein, die im Video gar nicht vorkommen. Auf technischer Ebene fallen Clickbaits dem Algorithmus auf, indem die Videos hohe Klickraten, prozentual geringe Wiedergabezeiten, überdurchschnittlich viele Daumen runter, unterdurchschnittlich viele Abos generieren und dass sich die Zuschauer unterdurchschnittlich viele weitere Videos des Kanals ansehen.
    So machst du es besser: Optimal ist, wenn deine Videos möglichst spezifsche Video-Titel und Thumbnails haben.

Spezifische Video-Titel und Thumbnails

Je treffender deine Thumbnails und Video-Titel vermitteln, welche Inhalte in deinem Video vorkommen, um so zufriedener werden deine Zuschauer während des Anschauens sein. Jeder, durch ein unklares Thumbnail oder Titel, fehlgeleitete Zuschauer wird schnell wieder abspringen und sich negativ auf die prozentuale Watchtime auswirken.

Titel-Thumbnail-Content Matching: Je besser Titel, Thumbnail und Inhalt zusammen passen, um so besser die Watchtime. Eine top Strategie für mehr Wiedergabezeit ist deshalb, den Titel und das Thumbnail in die Content-Erstellung mit einzubeziehen. Also nicht am Ende überlegen “Was könnte ich denn für einen Titel und Thumbnail wählen.”, sondern eher anders rum:

  1. Erst überlegen, welche Ziele du für dein Business erreichen willst.
    ZB ein Lead Magnet promoten, Expertenstatus aufbauen, mehr YouTube Abonnenten gewinnen…
    Die hier erklärte Methode eignet sich ideal, wenn dein Business-Ziel ist, für deinen Kanal 4.000 Stunden Watchtime zu erreichen und du fokussiert deine Wiedergabezeit erhöhen willst. In diesem Fall empfehle ich dir, als konkretes Ziel zu wählen, dass die Zuschauer am Ende vom Video ein weiteres deiner Videos anklicken. Aber du kannst auch andere Ziele wie zum Beispiel den Aufbau deiner Email Liste mit dieser Methode sehr wirkungsvoll erreichen. Das Aneignen dieser Methode hilft dir also nicht nur, die Wiedergabezeit deines YouTube Kanals zu boosten, sondern verschafft dir auch für die Zeit danach weitere Vorteile und Möglichkeiten, mit deinem Kanal Geld zu verdienen und dein Business voran zu bringen.
  2. Ausgehend von deinem Business-Ziel die besten Keywords recherchieren
    Bei welchen Suchbegriffen kannst du Mehrwert liefern, der neben dem Liefern der Lösung gleichzeitig Problembewusstsein aufbaut für die Lösung, die dein Business bietet?
  3. Konkurrenzanalyse und Differenzierung
    Welche Vorteile bieten die aktuell rankenden Videos den Zuschauern bereits und wie könnte sich dein Video in den Rankings differenzieren?
    Im einfachsten Fall kannst du die Lösung einfach in anderen Farben und Schriftarten anbieten. Aber im besten Fall kannst du schon direkt im Thunbnail und Titel ein Wertversprechen bieten (und später halten), das kein anderer bieten kann.
  4. Script schreiben 1: Promotion deines Ziels
    Die erste Frage bei der Script-Erstellung deines Videos sollte sein, wie die Struktur sein muss, dass die Zuschauer am Ende am Ende eine möglichst intensive Spannung verspüren, dein Business Ziel zu erfüllen.
  5. Script schreiben 2: Mehrwert liefern
    Das zweite Ziel deines Contents ist, den versprochenen Mehwert zu bieten.

Hooks

Ein Hook am Anfang vom Video kann sehr wirkungsvoll die Watchtime erhöhen.

Ein Hook ist eine kurze Einführung, in der die Zuschauer bestätigt bekommen, dass sie im richtigen Video sind. Ganz am Anfang des Videos sind die Leute noch unsicher. Sie haben vorm Klick nur das Thubnail und den Video-Titel gesehen.

Mit ihrem Klick auf ein Video schauen die Zuschauer erst mal nur kurz rein. Wenn sie dann etwas sehen, was sie nicht interessiert, dann verlassen die meisten das Video genauso schnell wieder, wie sie es angeklickt haben.

Ein guter Hook sollte relativ kurz sein. Denn die Leute wollen so schnell wie möglich zum eigentlichen Inhalt.

Warum ein guter Hook deine Watchtime extrem erhöhen kann

  • Wann springen die meisten Zuschauer ab?
    Die meisten Zuschauer-Absprünge passieren in den ersten Sekunden eines Videos.
    Je länger ein Zuschauer ein Video anschaut, um so wahrscheinlicher ist es, dass er nicht mehr abspringt.
  • Was ist die Aufgabe eines Hooks?
    Ein guter Hook verhindert, das die Zuschauer das Video direkt am Anfang wieder verlassen.

Knackige Hooks erstellen

Es gibt folgende Möglichkeiten.

  • Kurz und knackig zusammenfassen, worum es im Video geht
  • Problem und die Lösung ansprechen, die das Video bietet
  • Bei Entertainment-Videos wie Vlogs oder Gaming-Videos: Tagesaufgabe ankündigen
  • Highlight
    Hierbei wird dir interessantests Stelle im Video direkt am Anfang gezeigt bevor es losgeht.
  • Vorher-nachher Vergleich
    Vor allem eine gute Einleitung für Video Tutorials: Zeige am Anfang, wo du bzw. die Leute stehen und wie das End-Ergebnis aussieht.

Schnell auf den Punkt kommen

Die meisten Zuschauer springen am Anfang vom Video ab.

Komme deshalb schnell zur Sache. Sonsch kligge die Loide weg.

Spannung erzeugen

Formulierungen

Folgende Formulierungen bauen Spannung auf. Sie geben dem Zuschauer das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn er abschaltet. (FOMO = fear of missing out)

Natürlich müssen diese Aussagen auch stimmen. Du musst deshalb dein Video entsprechend aufbauen.

FOMO-Forumulierungen sind…

  • …dazu später mehr…
  • …darauf gehe ich gleich noch genauer ein…

Bucket brigade Copy

Bucket brigade ist eine Copywriting-Technik (also aus dem Bereich Werbetexten). Es sind Formulierungen, die ein Framing aubauen, dass etwas besonders wichtiges folgt. Viele dieser Techniken funktionieren in Videos genauso gut.

Wirkungsvolle Formulierungen, die zum Weiterlesen oder Weiterschauen anregen, sind…

  • Im Kern bedeutet das…
  • Ok, pass auf!
  • Fakt ist:
  • Achtung, jetzt kommts.
  • Aber das war noch nicht alles.
  • Wahrscheinlich fragst du dich…
  • Noch nicht überzeugt?
  • Folgendes ist besonders wichtig:
  • Und dein größter Vorteil ist…
  • Aber weißt du, was das beste ist?
  • Weißt du was?
  • Und das beste ist…
  • Letztendlich ist es gang einfach:

Interessante Videobearbeitung

Interessant gestaltete Videos werden wesentlich länger angeschaut.

Die Umsetzung folgender Techniken kannst du sowohl in meinem Filmora Kurs als auch in meinem Camtasia Kurs lernen. Wenn du unsicher bist, welche Videoschnitt-Software für dich die beste ist, findest du einen Vergleich unter ‘Videobearbeitungsprogramme für YouTube Anfänger‘.

Wenn du einen dieser Videoschnitt-Kurse belegst, dann kannst du am Ende bessere Videos erstellen, die mehr Aufrufe bekommen. Dadruch wird dein YouTube Kanal mehr Abonnenten bekommen. Dadurch bekommst du eine größere Community. Dadurch wirst du mehr verkaufen, wenn du deiner Community etwas zum Kaufen anbietest.

B-Roll verwenden

B-Roll sind zusätzliche Video-Clips, die über dem Hauptvideo eingeblendet werden. B-Roll Clips sind veranschaulichende, beweisende oder unterhaltentde Videos, die die Aussagen in deinem Clip in irgendeiner Form ergänzen oder das Video stylischer gestalten.

Je nach dem, welche Art von Videos du erstellst, können kurze Animationen im Video Sachverhalte interessanter veranschaulichen und sich damit positiv auf eine lange Wiedergabezeit auswirken.

Schwenken und zoomen

Auch durch Schwenken und Zoomen kannst du mehr Bewegung in deine Videos bringen. So kannst du aus einem statischen Video mit einfacher Videobearbeitung eine Kamerafahrt simulieren.

Achte mal in professionellen Video-Ads und Filmen auf die Kameraführung. Die Kamera steht fast nie still, sondern ist so gut wie immer in Bewegung. Vor allem wenn sich das gefilmte Objekt nicht bewegt, dann sollte sich die Kamera bewegen. Wenn du dir eine teure Kamera und Equipment zur Kameraführung nicht leisten kannst (willst), dann kannst du Schwenken und Zoomen stattdessen einfach in der Videobearbeitung machen.

Langweilige Abschnitte entfernen

Jede Stelle im Video, die langweilig, überflüssig ist oder in der etwas wiederholt wird, kannst du herausschneiden. Dadurch bleibt das Video knackig, interessant und bekommt eine längere Watchtime.

Längere Videos bringen dir zwar grundsätzlich mehr Watchtime. Aber wenn sie aufgrund von überflüssigen Inhalten künstlich in die Länge gezogen werden, dann kann dieser Schuss nach hinten losgehen. Denn wenn die Leute frühzeitig aufgrund schlecht gemachtem Content abspringen, dann bringt es nichts, wenn das Video anschließend noch sehr lang weiter angeschaut werden könnte.

Dein Ziel sollte sein, dass die Leute sich auf lange Sicht weitere Videos von dir ansehen werden. Genau das werden sie tun, wenn sie merken, dass du ihre Zeit wertschätzt. Du solltest deine Videos deshalb nicht unnötig in die Länge ziehst.

Zuschauerbindung verbessern

Je besser die Zuschauerbindung deiner Videos ist, um so länger sehen sich die Leute deine Videos an und um so höher ist deine durchschnittliche YouTube Wiedergabedauer.

Um die Zuschauerbindung (engl. Audience Retention) zu verbessern und damit die Watchtime deiner Videos zu erhöhen, bekommst du hier ein paar bewährte Tipps.

  1. Längere Watchtime durch Spannung und Unterhaltung
    Es ist gut und richtig, wenn du deine Videos in Form von Anleitungen, Tutorials, Interviews etc. informativ gestaltest (Solcher Help-Content (im Gegensatz zu Hub- und Hero-Content) hat die positive Eigenschaft, dass er gut in der YouTube-Suche gefunden wird. Er eignet sich deshalb besonders gut dafür, einen Kanal bekannt zu machen. Das ist besonders für neue Kanäle wichtig. Für den Aufbau einer Community sind allerdings andere Content-Formate wirkungsvoller. Eine gute Content-Marketing Strategie ist deshalb je nach Zielsetzung eine Mischung verschiedener Video-Typen.). Weiter verbessern kannst du  Videos allerdings, wenn du sie möglichst unterhaltsam und/oder spannend gestaltest (zB durch Storytelling). Bei rein informativ gehaltenen Anleitungen werden die Zuschauer das Video verlassen, sobald sie die Informationen bekommen haben, nach denen sie auf der Suche waren. Wenn die Leute aber Spaß am Zuschauen haben, dann werden sie das Video weiter ansehen. Auch dann, wenn sie ihre gesuchten Informationen bereits bekommen haben.
  2. Mehr Aufmerksamkeit durch Pattern Interrupts
    Spätestens alle 7 Sekunden solltest du in deinen Videos ein Pattern interrupt einbauen. Das bedeutet, dass du die Aufmerksamkeit deiner Zuschauer auffrischst, indem sich im Video etwas ändert. Dies kann zum Beispiel eine andere Kamera-Perspektive sein. Oder du blendest Bilder oder Animationen ein. Oder B-Roll (kurze, ergänzende Clips, in denen du zum Beispiel Details zeigst). Oder zu zeigst zwischendurch kurze Slow Motion Videos.

Info-Box & Kommentare anpinnen

In der Info-Box und in den (angepinnten) Kommentaren kannst du weitere Videos verlinken. Das klappt vor allem gut, wenn du sehr viele Videos vorschlagen oder zu einem späteren Zeitpunkt Videos vorschlagen willst (also zB wenn du erweiternde Videos zu einem späteren Zeitpunkt erstellt hast).

Häufige Fehler vermeiden

Zu lange Videos

Lange Videos haben einen Vor- und mehrere Nachteile.

  • Vorteil: Lange Wiedergabezeiten möglich
    Die Zuschauer können sich das Video lange ansehen und damit für deinen Kanal die Wiedergabezeit erhöhen.
  • Nachteil 1: Niedrige Audience Retention
    Lange Videos haben im Schnitt eine niedrige Zuschauerbindung (Audience Retention). Diese Zuschauerbindung sagt aus, zu wieviel Prozent sich die Zuschauer ein Video im Schnitt ansehen. Prozentual gesehen springen also bei langen Videos mehr Zuschauer früher ab. Dadurch bekommen interessante Abschnitte des Video niemals die Chance angesehen zu werden, je näher sie sich am Ende des Videos befinden.
  • Nachteil 2: Niedrige Klickraten
    Eine lange Video-Dauer wirkt sich ungünstig auf die Klickrate aus. Je kürzer ein Video ist, um so eher denken sich YouTube-User “Ach, komm. Das eine kann ich mir noch kurz ansehen.“. Das ist ein wichtiger Effekt, der viel aus macht.
Session-Wiedergabezeit verbessern

Komm’, eins geht noch!
Immer, wenn es möglich ist, solltest du deshalb anstatt eines langen Videos besser eine Serie aus kurzen Videos erstellen.

Das beste daran: Der YouTube Vorschläge-Algorithmus wird zu deinem Verbündeten. Während spätere Video-Abschnitte in deinem langen Video kaum angesehen werden, kann der YouTube-Algorithmus sie in Form eines eigenen Videos mit aussagekräftigem Titel und knackigem Thumbnail immer wieder vorschlagen. Der Vorschläge-Algorithmus setzt ja alles dran, die Zuschauer in Binge-Viewing-Sessions (siehe weiter oben) zu ziehen. Und dafür eignen sich kurze, knackige Videos perfekt. Und was sich dafür noch besser eignet, sind kurze, knackige Videos, die thematisch miteinander zusammen hängen (also genau das, was du mit dieser Methode produzierst). Und was sich noch besser eignet, sind solche Videos, die sich in ihren Endscreens gegenseitig vorschlagen. Mit solchen Videovorschlägen in deinen Endscreens generierst du für den Algorithmus ganz automatisch statistische Daten, welche Videos in welcher Reihenfolge für die Zuschauer relevant sind. So gewinnt dein Kanal in jedem Fall mehr Watchtime. Entweder, weil die Zuschauer tatsächlich auf ein, in der Endcard, vorgeschlagenes Video klickt. Oder weil der YouTube Algorithmus den Leuten anderenfalls das Video in Zukunft immer wieder vorschlagen wird.

Die Zuschauer brauchen also zu keinem Zeitpunkt die Zeit und Geduld (ein sehr, sehr knappes Gut auf YouTube) aufzubringen, um sich ein langes Video am Stück anzusehen. Stattdessen können sie sich die Information komplett im Rahmen eine langen Binge-Viewing-Session reinziehen oder, zur Not, über mehrere Tage oder Wochen häppchenweise mit vielen kurzen Videos, mit denen der Vorschläge-Algorithmus sie immer wieder in die Tiefen deines Kanals verstrickt.

Meine Erfahrung dazu

Bei meinem YouTube-Kanal beträgt die absolute Watchtime der meisten Videos ca. 4 Minuten (unabhängig von der Videolänge). Es bringt mit also im gesamten wesentlich mehr Watchtime, wenn ich ein Thema in mehrere kurze anstatt in ein langes Video zu packen. Zudem verbessert sich dadurch auch meine durchschnittliche Zuschauerbindung, wie oben erklärt.

Vorsicht mit Intros/Outros bei Playlists

Mit YouTube Intros kannst du es neuen Zuschauern erleichtern, deinen Kanal wiederzuerkennen. Aber während dem Ansehen von Playlisten, in denen sich die Leute eines deiner Videos nach dem anderen ansehen, können wiederkehrende Elemente sehr stark auf die Nerven gehen. Überlege dir deshalb bei der Content Planung am besten, welches deiner Videos du später in Playlists verwenden willst und welche eher nicht darin erscheinen werden.

Bei deinen Playlist-Videos solltest du Intros u.ä. so kurz wie möglich halten, darauf verzichten oder sie so ins Video einbinden, dass sie parallel zum eigentlichen Content ablaufen und diesen nicht stören.

Zu ausführliche Einleitung

Komme in der Einleitung sofort auf den Punkt und zeige den Zuschauern, welchen Mehrwert das Video ihnen bietet. Wenn du anfangs erst mal zwei Minuten laberst, dann klicken die Leute weg.

Weiter oben findest du ausführliche Tipps, wie du dein Video beginnen kannst, damit möglichst wenige Leute abspringen.

Vorsicht mit Info-Cards am Anfang

Wenn du im vorderen Bereich vom Video eine Info-Card einfügst und viele Zuschauer diese anklicken, dann gehen auch diese Zuschauer dem Video verloren. Nach Empfehlung von YouTube solltest du Info-Cards deshalb nur in den letzten 20% deines Videos verwenden.

Es gibt aber dennoch einen Trick, mit dem du Videos mit schlechter Watchtime durch Info-Cards verbessern kannst.

Schlechte Watchtime verbessern

Dieser Tipp gilt für all deine Videos, die schon länger online sind.

In YouTube Analytics kannst du der Wiedergabezeit Stellen finden, wo viele Zuschauer abspringen. Kurz vor einer solchen Stelle kannst du eine Info-Card einbinden. Mit dieser Info-Card kannst du Zuschauer auf ein anderes Video umleiten. Du “rettest” damit einen Teil der Zuschauer, die du ansonsten mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren hättest.

Ende einleiten

Ein häufiger Fehler ist, relativ am Ende vom Video etwas zu sagen, was den Anschein erweckt, dass nicht mehr viel Interessantes folgen wird. (ZB: “Und jetzt weißt du, wie du XY machen kannst.“) Der Großteil der Zuschauer wird nach ähnlichen Sätzen nicht mehr geduldig das Ende vom Video abwarten, sondern es umgehend verlassen.

Anstatt das Ende einzuleiten, solltest du deshalb besser über die Vorteile eines weiteren Videos sprechen und dann einen Endscreen (Abspann) einblenden, wo die Leute dieses Video anklicken können.

YouTube Watchtime: Abspann
Meine Erfahrung: Unter (1) erkennst du, dass die durchschnittliche Wiedergabedauer meiner Videos deutlich höher als im Durchschnitt (2) ist, wenn die Zuschauer über einen Abspann zum Video gelangt sind.
Formulierungen, die zum Wegklicken anregen
  • sich verabschieden
    “Auf Wiedersehen”
  • ausdrücklich sagen, dass das Video am Ende ist
    “das war’s”, “Jetzt sind wir fertig.”
  • über das Video sprechen anstatt Haupt-Content zu vermitteln
    “Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Video zeigen…”
    Wenn du über das Video sprichst, dann ist dies kein eigentlicher Content. Dies bewegt viele Leute zum Wegklicken.
  • Zusammenfassungen
    “Ok, ich fasse noch mal zusammen”
  • abschließende Kommentare
    “Also,…”, “Ok,…”, “So,…”, “Gut,…”
    Wenn du dem Zuschauer das angenehme Gefühl vermittelst, dass er erfolgreich gelernt hat, was er lernen wollte, dann ist er zwar zufrieden. Aber die Spannungskurve sinkt gegen null.
  • typische YouTube Formulierungen
    “Wie ist deine Meinung?”, “Schreib’ doch bitte in die Kommentare…”, “Ich hoffe, das Video hat dir gefallen…”, “Wenn das Video dir gefallen hat…”
    Bringe solche Aussagen, wenn überhaupt, in der Mitte vom Video, eingebettet in eigentlichen Content oder ganz knapp am Ende, nachdem du schon ein weiteres Video gepitcht hast.

Eigene Youtube Watchtime sehen

Um deine Zuschauerbindung zu verbessern solltest du dir als erstes deine eigene YouTube Watchtime ansehen. Um diese zu finden, klicke auf YouTube oben rechts auf dein Profilbild (du muss dazu eingeloggt sein). Darauf öffnet sich ein Aufklappmenü. Klicke daran auf YouTube Studio (beta) um zur Analyse deines Kanals zu kommen.

Eigene YouTube Watchtime ansehen
Um deine YouTube Watchtime sehen zu können, klicke im Analytics Bereich auf die Detail-Analyse von einem deiner Videos. Dadurch kommst du auf den Bereich, den du in der Grafik siehst. Wenn die Sprache deins YouTube / Google-Profils auf Deutsch eingestellt ist, dann steht bei dir anstatt “Audience retention” etwas wie “Zuschauerbindung”.

Mit Hilfe der Zuschauerbindung kannst du übrigens sehr gut herausfinden, welche Stellen in deinem Video gut ankommen und wo eine Vielzahl der Zuschauer das Video beendet. Dadurch kannst du für zukünfitige Videos lernen, was du besser machen kannst und welche Stellen du eher weg lassen solltest.

4.000 Stunden Wiedergabezeit erreichen

Wenn du mit YouTube anfangen, möglichst bald mit der YouTube Werbung Geld verdienen und deine Videos monetarisieren willst, dann brauchst du dafür mindestens 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Watchtime.

Hier kommt ein Trick für YouTube Anfänger, um direkt am Anfang schnell diese ersten 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Widergabezeit zu erreichen.

Der Trick:
Um möglichst schnell die Schwelle der Monetarisierung zu knacken, kannst du am Anfang Videos mit populären Themen in deinen Content-Plan aufnehmen. Das können zum Beispiel Inhalte rund um Kostenloses, Trendiges, Einfaches oder Unterhaltsames sein. Für dein eigentliches Business bringen dir solche Inhalte in aller Regel sehr wenig bis nichts. Aber um die ersten 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Wiedergabezeit möglichst schnell zu erreichen, funktionieren solche Inhalte optimal.

Sobald du die Schwelle der Monetarisierung dann überschritten hast, hast du mehr und bessere Möglichkeiten, Geld mit YouTube zu verdienen. Zum einen wirst du bekannter sein und dadurch werden automatisch mehr potenzielle Kooperationspartner auf dich aufmerksam. Zum anderen findest du ab dann im YouTube Studio (Analytics) wichtige Kennzahlen. Eine solche Kennzahl ist zum Beispiel der durchschnittliche Verdienst pro 1.000 Views deiner Videos. Diese Kennzahl zeigt dir, mit welcher Art von Videos du am wirkungsvollsten über Adsense Geld mit YouTube verdienen kannst. Dadurch weißt du dann, von welcher Art von Videos du mehr produzieren solltest, um mehr Adsense-Einnahmen mit YouTube zu generieren.

Brauchst du mehr Abonnenten oder mehr Wiedergabezeit?

Je nach dem, wie du deinen Kanal bisher aufgebaut hast, fehlen dir zum Erreichen deiner ersten 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Wiedergabedauer entweder noch Abonnenten oder Wiedergabezeit. Beides kannst du ganz gezielt aufbauen.

  • 1.000 Abonnenten bekommen
    Um mehr Abonnenten zu bekommen, ist es wichtig, dass die Zuschauer deiner Videos der Meinung sind, dass auf deinem Kanal in Zukunft weitere Videos erscheinen werden, die für sie relevant sind. Dazu eignen sich vor allem Videos zu Themen, die bei den Zuschauern von dauerhaftem Interesse sind. Themen von dauerhaftem Interesse sind zum Beispiel alles rund um “Gesunde Ernährung“, “Ein Business aufbauen” oder “Glückliche Partnerschaft führen“. Themen, die nur von kurzem und nicht von dauerhaftem Interesse sind, sind zum Beispiel “Wohnung finden in München“, “Günstigen Stromanbieter finden“, “Reparatur-Anleitung für Waschmaschine XY“. Mit den Themen von kurzzeitigem Interesse kannst du durchaus nachhaltig und dauerhaft viel YouTube Wiedergabezeit bekommen, weil es immer wieder neue Zuschauer geben wird, die sich dafür interessieren. Aber nur sehr wenige dieser Zuschauer werden deinen Kanal abonnieren wollen, weil ihr Problem aller Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft gelöst sein wird.
  • 4.000 Stunden Wiedergabezeit bekommen

Mehr Views, Klicks und Abonnenten auf YouTube gewinnen

Weitere Tipps, wie du für deinen YouTube Kanal und deine Videos mehr Aufrufe, mehr Klicks und mehr Abonnenten bekommen kannst, findest du unter Video SEO. Vor allem als YouTube Anfänge solltest du möglichst gut über YouTube SEO bescheid wissen. Denn mit cleverem SEO hast du sofort von Null an einen wirkungsvollen Hebel, mit dem du deinen Kanal bekannt machen, Interessenten auf dich aufmerksam machen und Kunden für dein Business gewinnen kannst.

YouTube SEO Businessvideo
Ich selbst konnte mit relativ einfachen SEO-Tricks ein eigenes Video direkt bei mehreren Suchbegriffen auf Platz 1 bei YouTube ranken. Und das, obwohl mein Kanal noch sehr neu war (Es war mein zweites Video.). Und obwohl ich noch so gut wie keine Abonnenten hatte (Ich glaube, es waren damals 2 oder 3 Abonnenten).

Speziell für YouTube Anfänger kann ich deshalb aufgrund eigener Erfahrungen Video SEO wärmstens empfehlen. Starte am besten sofort, indem du dir meine Video SEO Tipps ansiehst. Und falls du damit noch keine #1-Rankings bekommen solltest, dann kontaktiere mich gerne. Ich helfe dir gerne weiter, dass auch deine Business Videos rund um die Uhr neue Interessenten und Kunden für dein Business generieren. Und das alles vollautomatisch :).